Ukrainischer Pilot gibt Abschuss von MH17 zu.

„Ukrainian Air Force Su-25UB with two MiG-29s (9-13) in background“ von Original uploader was Dima Sergienko at en.wikipedia - Transferred from en.wikipedia. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ukrainian_Air_Force_Su-25UB_with_two_MiG-29s_(9-13)_in_background.jpg#mediaviewer/Datei:Ukrainian_Air_Force_Su-25UB_with_two_MiG-29s_(9-13)_in_background.jpg

Letztendlich war der Druck doch zu groß. Der Pilot der ukrainischen Su-25, die in der target=”_blank”>Präsentation des russischen Generalstabs gezeigt wurde, gab gestern zu, das Flugzeug mit seiner Bordkanone flugunfähig geschossen zu haben. Übereinstimmend wurden dazu Fotos der abgestürzten Boing gezeigt, die klare Einschlaglöcher von Maschinengewehrkugeln enthielt, die übereinstimmend einen frontalen Winkel zeigten und kaum von einer Buk-Rakete herrühren konnten. Bei vielen Pro-Russland Schreiberlingen in den Foren und Kommentarspalten des Internets stießen diese Beichte auf Erleichterung. Ein kleiner Sieg für die Putinversteher, die bisher erfolglos versuchten das Internet mit ihren Fakten zu überschwemmen.

 

Eine kleine Auflistung der üblichen Argumente der Putinisten:

Zum einen ist da der Machtwechsel in der Ukraine. Dieser erfolgte nach Aussage der pro-russischen Schreiber durch einen Putsch: Beleg dafür: Janukowitsch ist nie zurückgetreten. Wenn er das nicht tut, kann der Präsident nur durch ein Amtsenthebungsverfahren entmachtet werden. Im Falle eines positiven Entscheids der Gerichte, kann die Rada den Präsidenten mit einer 75% Mehrheit seines Amtes entheben. Diese wurde in der Abstimmung trotz offensichtlicher Manipulationen und target=”_blank”>massiver Einschüchterungen der Abgeordneten durch den rechten Sektor nicht erreicht.

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Ein weiterer Punkt ist die allzu offensichtliche Präsentation des neuen ukrainischen Regierungschefs Arseni Jaszenjuk auf seiner Webseite. Dort wird nach Aussagen der Putinversteher klar deutlich, dass Jazenjuk ein Agent des Westens ist, der damit der Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine klar überführt sei. Häufig wird in diesem Zusammenhang auch die klare Parteinahme westlicher Politgrößen auf dem Maidan genannt. Auch wird n diesem Zusammenhang die innerhalb von 24 Stunden von den Außenministern von Deutschland, Polen und Frankreich, sowie den ebenfalls vom Westen gelenkten “oppositionellen Vertretern der Ukraine” Klitschko (Konrad Adenauer Stiftung), Tjagnibok (NPD/Swoboda) und Jazenjuk (NATO/USA) gebrochene Vereinbarung zur Auflösung des Maidan und zum Abzug der Polizei mit Janukowitsch genannt. Der Abzug der Polizeieinheiten machte für die gewaltbereiten Nationalisten den Weg zum Sturm des Präsidentenpalastes frei.

Und dann ist da noch der Sniper. Die Schüsse auf dem Maidan wurden von den kritischen und freien westlichen Medien einstimmig Janukowitsch in die Schuhe geschoben. Beweise dafür gibt es bis heute keine. Stattdessen verdichten sich die Hinweise, dass der Sniper vom Hotel Ukraina aus geschossen hatte, das zu diesem Zeitpunkt fest in der Hand der nationalistischen Aufständischen war. Als Beleg dafür gilt ein abgehörtes Telefongespräch mit Cathrine Ashton und Urmas Paet, sowie Aussagen des SBU und Hinweise aus der Bevölkerung. Die angekündigte Untersuchung der Vorgänge durch die neue Regierung ist bis heute nicht durchgeführt worden. Angeblich wurden sogar Bäume auf dem Maidan gefällt, um die Spuren zu verwischen.

Unstimmigkeiten mit der in freien westlichen Demokratien durch unabhängige Medien gefestigten Meinung gibt es auch hinsichtlich der Anti-Terror-Operation der demokratisch gewählten Kiewer Regierung in der Ostukraine. Angeblich sei die Bezeichnung “Pro-Russen” und “Separatisten” eine Erfindung der Westpresse. Die Menschen hätten gar nicht die Absicht gehabt sich Russland anzuschließen. Die zunächst unblutigen Proteste seien erst durch den “brutalen” Angriff der Kiewer Truppen zu einem Bürgerkrieg ausgeartet. Im Gegensatz dazu hätten friedliche Bürger versucht die Panzer der Angreifer mit bloßen Händen zu stoppen.

Schließlich das scheinbar stärkste Argument der Putin Versteher:

Es gäbe in Rechtsstaaten ein Gebot, die “Unschuldsvermutung”, die besagt, dass jemand solange unschuldig ist, bis seine Schuld bewiesen ist.

Bisher gebe es für den Absturz des malayischen Flugzeugs keinerlei Beweise, die auf die Rebellen hindeuteten, da bisher kein Beweis dafür existiert, dass sie entsprechende Kapazitäten hätten.

So bleibe ohnehin nur die ukrainische Seite als Hauptverdächtiger übrig. Das behauptet auch die Propaganda des russischen Vasallen Malaysia:

  • Angeblich wurde MH17 angewiesen auf eine Höhe herunterzugehen, in der auch ein Su-25 Kampfjet operieren kann
  • Ein Fluglotse haben MH17 angewiesen entgegen aller vorherigen Flüge über das Bürgerkriegsterritorium zu fliegen
  • Das zeige deutliche Spuren einer geplanten False-Flag-Operation

Natürlich ist hier klar ersichtlich, dass es sich bei den vorgelegten Informationen größtenteils um Fakten handelt.

Einen wichtigen Aspekt haben die Putin-Fans aber übersehen: Das wichtigste Gut in der Demokratie ist die Meinungsfreiheit. Ohne Meinungsfreiheit keine Demokratie!

Die Arbeit mit Fakten ist auch ein klarer Angriff auf die Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit nach westlichem Standard kann nur da existieren, wo Fakten fehlen.

Wie weit die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Russland inzwischen gediehen ist, sah man deutlich an der Pressekonferenz des Generalstabs der russischen Armee am Montag: Während in westlichen freien Medien angesichts der gezeigten Informationen sofort ein Sturm von Anschuldigungen in Richtung des offensichtlich Schuldigen losgebrochen wäre, der in einen gesunden Ausbruch von explosiver Meinungsbildung in den Kommentarspalten geführt hätte, durften die grimmig dreinschauenden Generäle keine einzige freie Meinung formulieren, wer denn nun schuld sei.

Was sind schon die paar Fakten gegen die überwältigende Mehrheit freier und selbstständig denkender Bürger, die sich durch intensiven Konsum unbewiesener Behauptungen in den westlichen Medien eine unabhängige und unbeeinflusste Meinung gebildet haben?

Was ist die geballte Kraft der mündigen Bürger des Westens gegen ein autoritäres Regime, welches durch die Präsentation von Fakten, die Meinung manipulativ in eine bestimmte Richtung lenken will – in ihre nämlich!

Was ist die geballte Schreibkraft so wunderbarer, westlicher Meinungsbildner, wie Robert Leicht von der FAZ, Jochen Bittner in der Zeit, Jan Fleischhauer im Spiegel oder Boris Reitschuster, die der fantasielosen, wortkargen russischen Faktenpräsentation kreativ entgegentreten, dann wert?

Wir müssen uns entscheiden, ob wir in einer Demokratie leben wollen, mit Meinungsfreiheit, Vielfalt und Kreativität oder in einer Diktatur, wo uns die Enge der Fakten zu erdrosseln droht!

 

One Response to “Ukrainischer Pilot gibt Abschuss von MH17 zu.”

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